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Schulgebäude

Abiturjahrgang 2015 feiert 10-jähriges Abiturjubiläum

"Sie waren ein ganz toller Jahrgang." Mit diesen Worten brachte eine der eingeladenen Lehrkräfte auf den Punkt, was viele an diesem Abend empfanden. Zehn Jahre nach dem Abitur traf sich der ehemalige Abiturjahrgang des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in der stillen Zeit zwischen den Jahren im Restaurant „Krone“ in Mosbach-Diedesheim, ein Wiedersehen, das von Vertrautheit, Wertschätzung und sichtbarer Lebensreife geprägt war.

Der Ort war dabei bewusst gewählt: Die „Krone“ ist nicht nur ein traditionsreiches Haus, sondern auch ein Ort mit persönlichem Bezug zum Auguste-Pattberg-Gymnasium. Der Sohn des Hauses hat selbst sein Abitur am APG abgelegt und ist inzwischen als Arzt tätig.

Was sofort ins Auge fiel: Aus den ehemaligen Schülerinnen und Schülern sind erfolgreiche, verantwortungsbewusste junge Erwachsene geworden. Ärztinnen und Ärzte, Maschinenbau- und Bauingenieure, Dolmetscher, eine promovierte Apothekerin, Psychologen, Gymnasiallehrer, Physiotherapeutin, Dozenten an der Pädagogischen Hochschule, ein Polizeikommissar, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut, Manager, ein Pilot, … Die beruflichen Wege sind vielfältig, die Karrieren beeindruckend. Das Auguste-Pattberg-Gymnasium zeigte sich an diesem Abend einmal mehr als eine echte Karriereschmiede, und das nicht im Sinne bloßer Leistungsoptimierung, sondern als Ort, an dem Begabungen erkannt, gefördert und Persönlichkeiten gestärkt wurden.

Doch was war prägend, was legte den Grundstein für diesen Weg? In den Gesprächen wurde deutlich, dass es zum einen fundiertes Fachwissen und wertvolle Kompetenzen waren, zum anderen aber auch darüber hinausging. „Die Lehrkräfte haben uns die Freude an den Fächern vermittelt“, erklärte ein ehemaliger Schüler, der heute selbst als Mathematiklehrer an einem Gymnasium unterrichtet. Entscheidend sei gewesen, dass die Lehrkräfte Begeisterung vorgelebt haben. „Der Chemieunterricht bei Herrn Janoschka war so motivierend, dass ich Verfahrenstechnik studiert habe“, begründete eine Absolventin des APG, die als Diplomingenieurin erfolgreich ist, ihre Studien- und Berufswahl.

Auch häufig genannt wurde der wertschätzende Umgang zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Gegenseitiger Respekt, echtes Interesse und Vertrauen wirkten sich nachhaltig auf Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung aus. Die Kursstufe wurde rückblickend als eine besonders schöne Phase der Autonomisierung erlebt: eigenständig, verantwortungsvoll, getragen von einer sehr positiven Lern- und Arbeitsatmosphäre. Viele Freundschaften, die damals entstanden, bestehen bis heute.

Als ganz besonders wichtig hoben die Ehemaligen die außerunterrichtlichen Erfahrungen hervor. Die Frankreichaufenthalte sowie der Schüleraustausch mit Manchester eröffneten früh internationale Perspektiven, stärkten Sprachkompetenz und Selbstständigkeit und hinterließen bleibende Eindrücke. Für viele waren es diese Begegnungen jenseits des Klassenzimmers, die Neugier, Offenheit und interkulturelle Kompetenz nachhaltig gefördert haben.

Eine besondere Rolle spielte zudem das musische Leben der Schule. „Ich war von Anfang an im Orchester, und die jährlichen Orchesterfreizeiten waren großartig. Ein unglaublicher Zusammenhalt hat sich da entwickelt“, erinnert sich eine ehemalige Schülerin. Die gemeinsame musikalische Arbeit, intensive Probenphasen und das Leben auf Zeit in der Gemeinschaft schufen echte Bindungen. "Unsere Konzerte waren legendär", so die früheren Schüler.

Bemerkenswert ist auch, dass der Kontakt zu ehemaligen Lehrkräften oft über das Abitur hinaus erhalten blieb. Er ist ein Zeichen dafür, wie prägend diese Beziehungen waren. Das Jubiläum war deshalb mehr als ein Klassentreffen: Es war ein Ausdruck von Dankbarkeit und Verbundenheit.

So wurde dieser Abend in der „staden Zeit“ zu einem eindrucksvollen Beweis dafür, wie nachhaltige Bildung wirkt, wenn Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen auf ihrem Weg begleitet.

 

Claudia Schmidt