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Schulgebäude

Adventskalender 2025

 „Was mein Leben reicher macht“ – wer diese Zeilen liest, denkt unweigerlich an die bekannte Rubrik der Wochenzeitung DIE ZEIT, in der Leser die kostbaren Kleinigkeiten ihres Alltags teilen. In der Adventszeit wurde genau diese Frage zum Herzstück des diesjährigen APG-Adventskalenders, eines besonderen Projekts, das jedes Jahr zur Auseinandersetzung mit einer existenziellen Fragestellung anregt. Auch im Dezember 2025 lenkte der Kalender den Blick der Schulgemeinschaft jeden Morgen auf das, was im Leben wirklich zählt.

Im Foyer der Schule entstand ein digitaler Adventskalender, der den oft recht bewegten Schulalltag für Momente entschleunigte. Jeden Morgen leuchtete eine neue Projektion an der Wand auf: Ein Bild, ein Satz, der immer mit derselben Verheißung begann – „Was mein Leben reicher macht...“ – und auf jeweils ganz individuelle Weise vervollständigt wurde.

Gestaltet wurde diese tägliche Inspiration von den Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen im katholischen Religionsunterricht, im dem die beinahe aphoristisch anmutenden Kurztexte entstanden. Illustriert wurden sie von Zeichnungen aus dem BK-Unterricht. Ganz offen und authentisch teilten sie ihre Gedanken in Wort und Bild mit. Das Ergebnis war eine tägliche Einladung zum Innehalten. Wer das Foyer betrat, blieb stehen, las und fühlte sich inspiriert. Die Botschaften waren überzeugend, gerade in der Ähnlichkeit ihrer Aussagen: Da ging es nicht um Reichtum im materiellen Sinn, nicht um Bankkonto, Aktien oder Sportwagen, sondern um ideelle Werte. Viele Beiträge nannten die Familie und Freunde als den Ankerpunkt, der dem Leben Halt und Sinn verleiht, für andere waren es die leisen Momente: ein tiefes Vertrauen, ein gemeinsames Lachen oder Menschen, die in schwierigen Zeiten Mut machen. Es wurde deutlich, dass Reichtum am APG in menschlichen Bindungen gefunden wird.

Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation von Dipl. Theol. Thomas Lorenz, der die Adventszeit jedes Jahr mit innovativen Impulsen bereichert, und StRin Anja Radetzki, die als Kunsterzieherin mit den Schülerinnen und Schülern die Illustrationen erarbeitet hat. 

Der Adventskalender war eine besondere Begleitung durch den Dezember. Er machte sichtbar, welche Bedeutung junge Menschen intakten sozialen Beziehungen zumessen: Sie vermitteln Zugehörigkeit, Sicherheit und Anerkennung.  Dadurch wirken sie ganz nebenbei als starke Motivationsquelle. Wo Beziehungen tragen, kann Positives entstehen.

Claudia Schmidt