Aktionswoche Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Ceci n´est pas un crayon. Nein, es ist, auch im Sinne René Magrittes, weit mehr als ein Bleistift, es ist eine Haltung, eine Überzeugung, fast ein Bekenntnis, das hier zum Ausdruck kommt: „Auguste setzt ein Zeichen: Nein zu Rassismus“. Dutzende der Bleistifte mit dieser Aufschrift wurden in den vergangenen Tagen im Auguste-Pattberg-Gymnasium verkauft, im Rahmen einer tollen Aktionswoche unter dem Motto: Schule ohne Rassismus. Denn die Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, bedeutet im APG mehr als ein bloßes Schild an der Wand oder eine Auszeichnung, die einmal verliehen wurde. Sie ist ein Anspruch. Sie erinnert daran, dass Schule nicht nur ein Ort des Lernens ist, sondern auch ein Ort des Zusammenlebens, des Respekts und der Verantwortung füreinander. Sie zeigt deutlich: Schule ohne Rassismus bedeutet immer auch Schule gegen Ausgrenzung, gegen Diskriminierung, gegen Mobbing und für eine Haltung, ein aktives Eintreten für ein gutes und soziales Miteinander. Mit der Aktionswoche machte die SMV diesen Anspruch auf ganz eindrückliche Weise sichtbar. Mit Herzblut und bemerkenswerter Ernsthaftigkeit haben die beteiligten Schülerinnen und Schüler die Woche gestaltet, mit einem großartigen Event auf ein gesellschaftlich hochaktuelles aufmerksam gemacht und ein starkes Zeichen gesetzt. Das Foyer wurde dabei zum Mittelpunkt der Aktion. Wer die Schule betrat, konnte die farbigen Luftballongirlanden gar nicht übersehen. „Die Luftballons sorgen nicht nur für Aufmerksamkeit. Sie stehen zugleich symbolisch für die bunte Vielfalt unserer Schulgemeinschaft“, erklärte Verbindungslehrerin Laura Windmüller.
Marie Kirui, Schülerin der KS 1, hatte eine große Leinwand gestaltet, mit einer berührenden Botschaft:
„Verschieden in Herkunft
Viele Perspektiven-
Eine Gemeinschaft.
Unsere Fingerabdrücke sind verschieden,
doch wir stehen zusammen,
nicht getrennt.
Jeder Abdruck hier ist ein Versprechen,
das für Respekt und Miteinander brennt.“
Wer wollte, konnte auf dieser Leinwand mit dem Abdruck seines in bunte Farbe getauchten Fingers ein persönliches Zeichen gegen Rassismus und für Courage setzten. Im Laufe der Woche entstand daraus ein eindrucksvolles Gemeinschaftsbild, das natürlich auch Schulleiter Dr. Thomas Pauer signierte – mit einem leuchtend roten Fingerabdruck.
Daneben informierten aussagekräftige Poster über Formen von Diskriminierung, Vorurteilen und Ausgrenzung. Auch der Kuchenverkauf zog viele Schüler an und machte aufmerksam auf die Aktion. Bändchen mit den zentralen Botschaften der Aktionswoche gab es außerdem, die zum Preis von einem Euro zu haben waren.
Mit großer Sensibilität gingen Schülerinnen und Schüler der KS1 das Thema außerdem auf einer weiteren Ebene an. Sie hatten eine differenzierte Umfrage zur Frage entwickelt, welche Wahrnehmungen und Erfahrungen Schülerinnen und Schüler am APG im Hinblick auf Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung machen. Schon die Fragestellungen zeigten, wie reflektiert und verantwortungsvoll sich Simeon Kirilov, Marie Kirui und Karina Tsoneva mit diesem sensiblen Thema auseinandersetzten. Das Ergebnis hatten sie sorgfältig als Video aufbereitet, das in den großen Pausen während der ganzen Woche auch im Foyer zu sehen war. Viele waren interessiert, blieben stehen und sahen den Film. „Genau das macht ja die besondere Stärke dieser Woche aus: Sie will nicht nur informieren, sondern zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen, zum Austausch“, so Verbindungslehrer Christian Kaiser. Schulleiter Dr. Pauer dankte stellvertretend für alle an der Aktionswoche beteiligten Schülern besonders Simeon Kirilov, Marie Kirui und Karina Tsoneva und den Verbindungslehrern des APG für ihren Einsatz: „Haltung zu zeigen, in Worten, Gesten, Aufmerksamkeit und Engagement, das ist gelebte gesellschaftliche Verantwortung. Dazu hat die Aktionswoche am Auguste-Pattberg-Gymnasium einen wertvollen Beitrag geleistet.“
Claudia Schmidt