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Schulgebäude

Erfolge beim Wettbewerb business@school 2026

„Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen, nicht der Mensch der Wirtschaft.“ Vor fast auf den Tag genau 80 Jahren, im Mai 1946, äußerte sich Konrad Adenauer, damals noch Oberbürgermeister von Köln, später der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, in dieser Weise. Wie aktuell seine Aussage noch immer ist, erwies sich beim diesjährigen Schulentscheid des Wettbewerbs business@school, als Schülerinnen und Schüler der KS 1 eindrucksvoll unter Beweis stellten, wie viel unternehmerisches Denken, analytische Fähigkeiten, Teamfähigkeit und Kreativität in ihnen steckt. Nachdem die Teams bereits in zwei vorangegangenen Wettbewerbsphasen Unternehmen analysiert und wirtschaftliche Zusammenhänge untersucht hatten, stand am 8. Mai die entscheidende dritte Phase an: die Präsentation eigener Geschäftsideen vor einer Jury, die sich aus erfahrenen externen Experten zusammensetzte. In professionell gestalteten Vorträgen stellten die drei Schülergruppen die Ergebnisse ihrer sorgfältigen Arbeit vor: Auf der Grundlage ihrer Recherche und gründlicher Datenanalyse hatten sie Businesspläne erstellt, die sie der mit hochkarätigen Vertretern aus Politik, Hochschule und Wirtschaft besetzten Jury präsentierten: Herr Dr. Albrecht Schütte (Landtag), Frau Prof. Dr. Sabine Staritz (DHBW), Herr Dirk Brislinger (Mosca) und Herr Wilhelm (Sparkasse). Auch deren kritische Nachfragen beantworteten sie überzeugend.

Als Sieger setzte sich schließlich das Team ScrapeMate mit einer alltagsnahen und gleichzeitig originellen Geschäftsidee durch: Emma Heß, Kristian Stoev, William Latzel und Constantin Baust hatten einen elektronischen Küchenhelfer entwickelt, mit dem sich Gläser und andere Behälter vollständig ausschaben lassen, und präsentierten damit ein Produkt, das ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht: Es ist praktisch und trägt dazu bei, unnötigen Abfall und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Besonders überzeugen konnte die Gruppe nicht nur mit ihrem bereits gebauten Prototyp, sondern auch durch die professionelle Ausarbeitung ihres Geschäftsmodells. Dass die Entscheidung der Jury äußerst knapp ausfiel, betonte Jury-Vorsitzender Dr. Albrecht Schütte ausdrücklich. Auch die beiden weiteren Teams beeindruckten mit kreativen und gesellschaftlich interessanten Konzepten.

Das Team „FurEverHome“, bestehend aus Ronja Scharli, Leon Eisen, Quinn Peters und Christina Neemann, präsentierte eine App, die Tiere aus Tierheimen oder von Tierschutzorganisationen mit Hilfe eines intelligenten Matching-Tools schneller und passgenauer an neue Besitzer vermitteln soll.

Die Gruppe „LookerRoom“ mit Simeon Kirilov, Ricardo Lörz, Finn und Noah Kiedler widmete sich der Individualisierung von Spinden, vor allem Schulspinden, und griff damit den Wunsch vieler Schülerinnen und Schüler nach persönlicher Gestaltung ihres Schulalltags auf.

Business@school macht sichtbar, wie praxisnah wirtschaftliche Bildung sein kann. Die Schülerinnen und Schüler mussten nicht nur kreative Ideen entwickeln, sondern sie auch unternehmerisch durchdenken, kalkulieren und überzeugend präsentieren. Ganz im Sinne der Aussage Adenauers entwarfen sie dabei Projekte, die ein humanes Verständnis von Wirtschaft erkennen lassen: Kriterien wie Nachhaltigkeit, Tierwohl und ästhetische Gestaltung des Lebensumfelds werden als Leitlinien deutlich und verraten ein Verständnis von Wirtschaft, die dem Menschen dient.

Für das Siegerteam ScrapeMate geht die Reise nun weiter. Zusammen mit StR Martin von Cube und dem betreuenden Lehrer StR Christian Kaiser werden Emma, Kristian, William und Konstantin am 1. Juni 2026 zum Landesfinale nach Leinfelden-Echterdingen fahren. Dort treffen die sechs besten Schulteams aus Baden-Württemberg aufeinander und kämpfen um den Einzug ins Deutschland-Finale. Das Auguste-Pattberg-Gymnasium drückt schon jetzt die Daumen.

Claudia Schmidt