Informatik hautnah erlebt: 11. Klasse des APG zu Gast bei Bildungspartner DHBW
Wie sieht die industrielle Produktion der Zukunft aus? Welche Rolle spielen Robotik, Automatisierung und intelligente Maschinen in modernen Herstellungsprozessen? Diesen spannenden Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler des Fachs Informatik zusammen mit ihrem Lehrer, Studienrat Thomas Engelhardt, bei ihrer Exkursion zur DHBW Mosbach nach. Dabei erhielten sie Einblicke in eine Technik, die für Zukunftsforscher längst Realität geworden ist.
Schon die ersten Eindrücke machten deutlich: Robotik ist viel mehr als Theorie im Unterricht. In der Werkstatt, ausgestattet mit Fertigungsmaschinen, zum Beispiel 3D-Druckern, Fräsmaschinen Laserschneide- und Vermessungsgeräten, erhielten Schülerinnen und Schüler einen unmittelbaren Eindruck davon, wie angehende Ingenieure und Ingenieurinnen ausgebildet werden. Nach einer Einführung in die Grundlagen automatisierter Systeme konnten sie selbst tätig werden und die hochmodernen Roboterarme programmieren. Konzentriert und mit großer Präzision steuerten sie die Maschinen und erfuhren, wie komplex moderne Automatisierungstechnik funktioniert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Tages lag auf dem Thema Industrie 4.0, einem Begriff, der auf eine vierte industrielle Revolution verweist und die intelligente Vernetzung von Maschinen, Prozessen und IT-Systemen in der industriellen Produktion bezeichnet. Dadurch soll in sogenannten Smart Factories die Produktion günstiger, besser und effizienter werden. Hier wurde für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar, wie sich die Bereiche Informatik, Maschinenbau und Ingenieurswesen zukünftig weiterentwickeln und die industrielle Produktion prägen werden.
Besonders beeindruckt waren die Besucherinnen und Besuchern schließlich, als ihnen Ingenieur Peter Steinert Projekte vorstellte, die unter seiner Leitung im Rahmen von Studien- und Projektarbeiten entstanden waren: Ein selbst konstruiertes E-Auto, ein Miniatur-Lager, das von einem Roboterarm be- und entladen wurde, ein Fahrrad, das beim Fahren Strom erzeugt, machten sichtbar, wie aus innovativen Ideen technischer Fortschritt wird. Steinert ist passionierter Tüftler, kreativer Entwickler und leidenschaftlicher Ingenieur und begeisterte nicht nur die Schülerinnen und Schüler mit seinen lebendigen Erklärungen und seinem ansteckenden Enthusiasmus. Auch Informatiklehrer Thomas Engelhardt war überzeugt vom Angebot des Bildungspartners: „Der Besuch bei der DHBW war sehr ertragreich und gewinnbringend“, erklärte er. „Durch die praxisnahen Einblicke konnten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse aus dem Unterricht vertiefen, und gerade für diejenigen, die sich für ein Studium in den Bereichen Ingenieurwesen, Maschinenbau und Informatik interessieren, bot der Besuch wertvolle Orientierung.“
Claudia Schmidt