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Schulgebäude

Interner Fortbildungstag für Schulsanitätsdienst am APG

Am Auguste-Pattberg-Gymnasium floss das Blut reichlich an diesem Vormittag. Kunstblut zwar, aber für einen kurzen Moment wirkte alles ziemlich echt: aufgerissene Wunden, laute Schmerzensschreie, zügige Erstversorgung. Wer an diesem Tag zufällig an der Lehrerbibliothek vorbeikam, musste unweigerlich zweimal hinschauen. Aber genau das war gewollt. Denn beim Fortbildungstag des Schulsanitätsdienstes sollte nicht nur theoretisch gelernt, sondern möglichst realitätsnah geübt werden.

Und realistisch wurde es tatsächlich: Mit Derma-Wachs modellierte Verletzungen, täuschend echt geschminkte Wunden und professionell gespielte Notfallsituationen forderten die „Sanis“ heraus. Unterstützt von ausgebildeten Notfall-Darstellern mussten sie Ruhe bewahren, Situationen einschätzen und handeln, manchmal unter dem Druck „aufgeregter Patienten“, manchmal angesichts ziemlich überzeugender Verletzungen. Beeindruckend war dabei viel weniger das Kunstblut als die Selbstverständlichkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernahmen.

Parallel dazu ging es im GTR etwas nüchterner, aber nicht weniger spannend zu. Dort beschäftigte sich eine zweite Gruppe mit der Funktion von Organen, möglichen Symptomen, körperlichen Abläufen und medizinischen Hintergründen, also mit genau dem Wissen, das im Ernstfall den Unterschied machen kann. Dass Theorie und Praxis an diesem Tag eng ineinandergriffen, machte den besonderen Wert der Veranstaltung aus.

Am Nachmittag wurde es dann im Biologielabor noch einmal ganz konkret: Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes sezierten Schweineherzen und erhielten dabei unmittelbare Einblicke in Aufbau und Funktion eines Organs, das sonst meist nur aus dem Lehrbuch bekannt ist. Plötzlich wurden Herzklappen, Muskelwände und Blutgefäße greifbar. Ein herzlicher Dank gilt hier der Metzgerei Beißwenger in Gundelsheim, die die Herzen nicht nur zur Verfügung stellte, sondern sie sogar direkt ins APG lieferte.

Auch Schulleiter Dr. Thomas Pauer machte sich persönlich ein Bild vom Fortbildungstag und blieb nicht bloß Zuschauer. Als bei einer Übung ein Verband angelegt werden musste und das Kunstblut floss, griff er kurzerhand selbst beherzt zu und leistete „erste Hilfe“.

„Der Schulsanitätsdienst weit mehr ist als ein Bereitschaftsdienst für kleinere Verletzungen im Schulalltag. Hier lernen junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen, Notfallsituationen ruhig zu bleiben, besonnen zu handeln und anderen zu helfen, wenn es darauf ankommt", unterstrich Schulleiter Dr. Pauer.

„Unser Dank gilt deshalb den engagierten Schülerinnen und Schülern des Schulsanitätsdienstes und Studienrätin Christina Helfrich, die den Schulsanitätsdienst mit so viel Herzblut leitet und diesen intensiven und lehrreichen Fortbildungstag organisiert hat."  Claudia Schmidt