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Schulgebäude

Präventionsveranstaltung zum Thema Gewalt

Im Rahmen der schulischen Präventionsarbeit fand für die siebten Klassen eine Veranstaltung zum Thema Gewalt statt, die bewusst auf Wissensvermittlung, Reflexion und Persönlichkeitsbildung setzte. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern sie in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten jungen Menschen zu stärken, die Respekt, Mitgefühl und Zivilcourage als tragende Säulen einer demokratischen Gesellschaft verstehen und leben. In dieser Zielsetzung arbeitet das Auguste-Pattberg-Gymnasium seit Jahren mit dem Polizeipräsidium Heilbronn, Außenstelle Mosbach, zusammen, und mit Frau EPHM (Erste Polizeihauptmeisterin) Christina Geiger stand auch diesman eine sehr kompetente Dozentin zur Verfügung, die das sensible Thema mit den Schülerinnen und Schülern pädagogisch fundiert erarbeitete.  Zu Beginn wurde der Begriff Gewalt differenziert erschlossen: Gewalt richtet sich nicht nur gegen Menschen, körperlich wie seelisch, sondern auch gegen Sachen und Werte. Dieser analytische Zugang ermöglichte den Siebtklässlerinnen und Siebtklässlern eine notwendige Distanz zu den später betrachteten Fallbeispielen und eröffnete einen rationalen Blick auf Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen. Auf dieser Grundlage konnten sie Mechanismen von Eskalation erkennen und Wege der Prävention gemeinsam erarbeiten. „Hatten Sie schon einmal mit Mord zu tun?“, frage ein Schüler beinahe atemlos, als EPHM Geiger den theoretischen Zugang durch Beispiele aus ihrer langjährigen beruflichen Praxis ergänzte. Sie berichtete von sehr unterschiedlichen Fällen, von Schafen auf der Fahrbahn, Trunkenheitsfahrten bis hin zu schwersten Gewaltverbrechen, und das immer mit großer Professionalität, mit Respekt gegenüber den Betroffenen und ohne die Täter zu entmenschlichen. Gerade diese Haltung machte deutlich, dass Präventionsarbeit nicht auf Schuldzuweisungen beruht, sondern auf Verständnis, Verantwortung und der Suche nach konstruktiven Lösungen, aber gleichzeitig auch mit nachdrücklicher Konsequenz. Im Mittelpunkt stand dabei immer der Vorbildcharakter des eigenen Handelns: Ein respektvoller Umgang miteinander, das Ernstnehmen von Grenzen und das frühe Ansprechen von Konflikten können entscheidend dazu beitragen, Gewalt zu verhindern. Die Schülerinnen und Schüler wurden ermutigt, aufmerksam zu sein, Unterstützung zu holen, wo nötig, und selbst Haltung zu zeigen, sowohl im direkten Miteinander als auch im digitalen Raum. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zum schulischen Bildungsauftrag. Sie verband sachliche Information mit persönlicher Reflexion und förderte soziale Kompetenzen, die junge Menschen benötigen, um Konflikte friedlich zu lösen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Claudia Schmidt